Toronto hat circa 2,5 Millionen Einwohner. Damit ist Toronto die siebt groesste Stadt in Nordamerika. In dieser Stadt muss doch eigentlich immer was los sein. Ein unglaubliches Nachtleben in das man sich an jedem Wochentag stuerzen kann, Konzerte und und und. Das ist bestimmt auch so. Die Frage ist nur wie findet man das wodrauf man Lust hat? Zeitungen wie die Ultimo in Bielefeld koennen nahezu alles was los ist in einer Ausgabe abdecken. In Toronto muesste man erstmal die richtige Zeitung finden.

Nach nun fast einem halben Jahr kenne ich mich hier recht gut aus. Ich weiss wo man gut was trinken gehen kann wo man essen kann, wo die wichtigen Shoppingmeilen sind usw. Ein grossteil der Events gehen aber immer noch an mir vorbei. An den letzten zwei Wochenenden hatte ich allerdings  Glueck und habe gleich vier Events mitgenommen.

Das erste Event habe ich, fuer Toronto schon fast klassisch ueber Twitter entdeckt. Wenn man den richtigen Leuten folgt bleibt man zumindest im groben und auf der Computernerdszene ganz gut auf dem laufenden.
Das Event nennt sich Buskerfest ein Fest fuer Strassenmusikanten und Akrobaten. Auf dem Weg dahin wurde ich allerdings von zwei Leuten in Cyperlarp aehnlicher Verkleidung abgelenkt und bin diesen dann zur Fan Expo in Toronto gefolgt. Eine Convention fuer Comic, Science-fiction, Fantasy, Superhelden und was es sonst noch alles gibt Fans. Auch ohne Eintritt zu zahlen konnte man sich in grossen Teilen des Veranstaltungszentrums umschauen aber das eigentlich spannende auf der Fan Expo sind die Besucher. Die Veranstaltung zieht eine riesige Anzahl von Trekkies, Star Wars Fans Cosplayern und sonstigen Geeks an, so das eine unglaubliche Vielfalt von sehr guten Kostuemen bestaunt werden kann. Wie zum Beispiel diese Anime-Damen
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oder diverse Star Wars Characktere.

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Generell sind die Kostueme unglaublich aufwendig, oder aber auch lustig gestaltet. Um einen tieferen Einblick zu bekommen empfehle ich: Flickr.

Danach war das Buskerfest nicht mehr wirklich spektakulaer mit eher mittelmaessiger Strassenmusik und Akrobaten die mehr geredet haben als Kunststuecke zu zeigen. Was mich etwas laenger gefesslt hat war dieser Australier der sich durch einen nicht bespannten Tennisschlaeger gezwaengt hat.
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Naja Strassenfeste sind immer sehr schwierig zu realisieren und drifften sehr leicht in die typische Kirmes ab. Dazu kommt das jeder der Chocolate gesehen hat ziemlich unerreichbare Vorstellungen zu Strassenfesten hat.

Die beste Werbestrategie um auf sich aufmerksam zu machen hatte das naechste Event. Bereits am Mittwoch wuerde ich um kurz nach neun sehr unsaft geweckt. Immer wieder kreisten Jets ziemlich niedrig ueber meiner Nachbarschaft, und ich bin nicht leicht zu stoeren wenn ich einmal schlafe. Mein erster Gedanke war natuerlich Militaerflugzeuge. Dadurch neugierig gemacht hat Twitter direkt weitergeholfen. Eine kurze Suche mit dem Stichwort Toronto ergab das es vielen aehnlich ergangen ist was die Nachtruhe angeht und das es sich um Uebungsfluege der Airshow handelt die am Wochenende stattfindet. Am Nachmittag in einer Masterarbeit-Schreibpause habe ich dann bei einem Kaffee die Flugzeuge beobachtet. Bunte Kunstflieger-Jets die oft in Gruppen von drei bis vier ihre Uebungsfluege veranstalteten und dabei jedem Bewohner von Downtown klar machten das was interessantes anliegt. Die einzige Veranstaltung mit einer dermassen hohen Zahl von erreichten Leuten in der Oeffentlichkeit alleine durch die Lautstaerke war das Indy-Car Rennen.
Die eigentlich Show fand ueber dem See statt und hat eine riesige Menschenmasse angelockt.
Auch wenn die Kunststuecke sehr interessant waren und sicher nicht einfach hat mich doch die Lautstaerke der Flugzeuge am meisten beeindruckt. Fuenf Jets die in relativ naechster Naehe an der Menge vorbeifliegen bringen leicht die gesamte Umgebung zum Vibrieren und mehr als einen Zuschauer dazu sich die Ohren zu zu halten.
Leider hat der zehnfach Zoom meiner Kamera nicht im geringsten ausgereicht um interessante Fotos von den Flugzeugen zu machen, auch hier kann ich wieder Flickr empfehlen, besonders die Formationen in denen es teilweise so wirkte als ob ein Fluegel auf dem Cockpit des anderen Flugzeugs liegt haben mich doch sehr begeistert.

Das vierte Event fand direkt vor meiner Haustuer statt und doch habe ich es fast verpasst. Da ich meine Wohnung immer in Richtung Sueden verlassen habe am Wochenende ist mir bis gerade eben entgangen das in Little Italy die College Street gesperrt war und an jeder Strassenecke live Musik gespielt wurde und Little Italy alle Delikatessen die es zu bieten hat fuer einen guten Preis auf der Strasse verkauft hat. Mit gegrilltem Huenchen, einem Mojito und dem unvermeidlichen Nutella Crepe habe ich somit diesen Sonntag mit viel italienischem Flair abgeschlossen.

Auch wenn ich mich wieder auf Deutschland freue werde ich diese Stadt doch vermissen. Gerade jetzt wo ich anfange wirklich zu erkennen was sie alles zu bieten hat.

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One Response to “Immer was los in der grossen Stadt”

  1. Pauline Says:

    Ein guter Bericht. Wie schön, daß Du bald wieder da bist und alles erzählen kannst.

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