Goodbye Toronto

Author: janusz

Nun ist es endlich soweit, nach knappen sechs Monaten habe ich Toronto wieder verlassen.
In den letzten Tagen haben Verena und ich eine gemuetliche Tour durch die Attraktionen der Stadt gemacht. Da wir fuer den Aufenthalt hier sehr viel Zeit eingeplant hatten, haben wir grosse Teile der Stadt zu Fuss erkundet und viele der verschiedenen Neighbourhoods gesehen.

Das schlendern durch die verschiedenen Viertel der Stadt lohnt sich in Toronto definitiv. Verschiedene Stile und renovierungsgrade der Haeuser und vor allem mit den vielen Baeumen und Parks unterscheidet sich die Stadt doch sehr von dem was man sich unter einer Grossstadt vorstellt.
Nur im Financial District mit Wolkenkratzern und Menschenmengen kann man erahnen wie es in Manhatten sein wird.

Unser erster Stop war das Casa Loma ein “Schloss” hoch ueber der Stadt. Dieses Herrschaftshaus, gebaut in einem Mix aus europaeischen Burgstilen des Mittelalters wurde zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gebaut. Der Bauherr hatte sein Vermoegen mit einem Monopol auf die Stromversorgung der Stadt, einem der groessten Wasserkraftwerke der Welt an den Niagara Falls und Investitionen in Land und Eisenbahn verdient. In, was einem wie ein Anfall von Groessenwahn vorkommt, hat er versucht alle seine Traeume von Ritterburgen, die er auf seinen Europa-Reisen gesehen hat zu verwirklichen. Es gibt mehrere grosse Tuerme eine riesige Bibliothek, Geheimgaenge von seinem Arbeitszimmer in den Weinkeller und das Obergeschoss, ein tropisches Gewaechshaus mit beheizten Beeten, aber auch den ersten Aufzug Kanadas fuer seine kranke Frau. Hohe Verschuldung, der Beginn des ersten Weltkriegs und die Aufhebung seines Monopols trieben in allerdings in den Bankrott und so lebter er kein Jahrzehnt in seinem Casa Loma. Vor allem interessant an der Besichtigung war der Zwang mit dem hier versucht wurde die adligen Europas nachzuahmen und mit Unmengen von Geld einen Anschluss an die hoeheren Kreise zu finden.

Casa loma

Ein paar anderen Stationen durch die Stadt waren der Distellery District: in dem die Stadt versucht kuenstlich ein Kultur und Vergnuegungsviertel zu schaffen, das aber sonst nicht viel zu bieten hatte, der St. Lawrence Market: ein Paradies fuer Einkaeufer mit grossem Geldbeutel, in dem es Kaese, Fleisch, Wein, Gemuese und jede erdenkliche andere Zutat fuer ein leckeres Essen gibt, die Steamwhistle Brauerrei mit kostenlosen Biersamples und einem Rundgang durch eine gerade noch so Microbrewery, und der Zoo von Toronto, der wie alles hier im Land unglaublich viel Platz hat, wenn auch nicht fuer alle Tiere. Zwischen den Sehenswuerdigkeiten haben wir oft hier und da einen Kaffee getrunken und auch einige Zeit in den vielen Shops der Stadt verbracht um uns mit Klamotten einzudecken.

Zur Verabschiedung von meinen Mitstudenten und Roboterteammitgliedern haben wir uns dann im C’est What getroffen. Dieser Pub im Keller eines Hauses an der Front Street hat es sich zur Aufgabe gemacht eine moeglichst grosse Bierkarte an zu sammeln. Dementsprechend konnte man den ganzen Abend ein Microbrew nach dem anderen probieren. Mein Favorit war ein Chocolate Hazelnut Bier, schoen dunkel ein wenig wie Guiness aber doch mit nem eigenen guten Geschmack. Nachdem wir unsere Rechnung von ueber 380 Dollar auseinander gerechnet hatten ging es dann endgueltig ans Goodbye sagen. Ich hoffe mein Team haelt sein Versprechen und haelt mich auf den laufenden was den naechsten Roboter angeht. Vielleicht schaffe ich es ja wirklich ein wenig remote zu arbeiten :).
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Um uns von dem Stress der Stadt zu erholen haben wir am vorletzten Tag noch eine Rundfahrt um die Toronto Islands gemacht. Bei unserem Stop auf der Insel konnten wir die Stille geniessen und unsere Fuesse ein wenig ins Wasser halten. Hier habe ich erst richtig gemerkt wie sehr ich mich doch an den Hintergrundlaerm der Stadt gewoehnt habe.

Fuesse entspannen auf der Toronto Island

Der Abschied aus Toronto ist ein Abschied mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Einerseits habe ich nette neue Leute kennen gelernt und viele Vorzuege wie Asiatisches Essen und eine grosse Nerd Community zu schaetzen gelernt, andererseits freuch ich mich auch wieder darauf in Lage und Bielefeld zu sein, die Pfadfindergruppe und all die alten Freunde in Deutschland wieder zu sehen.
Ich hoffe das war nicht mein letzter Besuch in dieser Stadt.

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One Response to “Goodbye Toronto”

  1. eike Says:

    warum man vielleicht doch nicht nach kanada ziehen sollte:
    http://blog.greenpeace.de/alle-baender-stehen-still/

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