Apr
24
2009
Die SenseCam und meine Arbeit in der Uni
Author: januszIch arbeite in der Uni momentan in zwei verschiedenen Arbeitsgruppen. Einmal in der VisionGroup von Sven Dickinson. Sven ist der Acting Chair an der University of Toronto und sozusagen mein Kontakt fuer meinen Austausch. Er hat mich gleich nach dem ich angekommen bin am Samstag zum Lunch zum Mexikaner eingeladen und mir ein wenig von der Stadt gezeigt und ist auch sonst super nett und hearty, allerdings furchtbar beschaeftigt mit seiner Leitung des Computer Science Departments.
Die zweite Gruppe in der ich arbeite ist die Gruppe von Ronald M. Baecker. Ron ist Chief Scientiest des Knowledge Media Design Institute in Toronto.
Arbeiten tue ich momentan meistens in einem der Rechnerraeume des KMDI, da man dort mehr von den anderen Leuten mitbekommt die ebenfalls mit Ron zusammen arbeiten.
Meine Masterarbeit soweit ist schonmal klar haengt mit der SenseCam von Microsoft zusammen. Die SenseCam ist eine sehr kleine Kamera die um den Hals getragen wird:

Auch wenn es so aussieht die Kopfhoerer kommen nicht aus der Camera sondern verschwinden in meinem Laptop.
Die Kamera macht nach bestimmten Kriterien aber mindestens alle 30 Sekunden ein Foto. So entstehen ueber einen Tag meist so um die 2500 Fotos, die den ganzen Tag dokumentieren.
Die Arbeitsgruppe von Ron setzt diese Fotos nun ein um Patienten mit Alzheimer eine moeglichkeit zu geben sich den Tagesablauf noch einmal anzugucken und mit Hilfe von Pflegenden wichtige Szenen zu archivieren. Verschiedene Studien zeigen, dass eine wiederholte Betrachtung dieser Bilder dafuer sorgt, dass sich die Patienten an Ereignisse viel deutlicher erinnern als ohne diese Gedaechtnisstuetze. Wofuer das ganze auch sehr praktisch ist ist wenn jemand alleine irgendwo hinreist und Freunden und Verwandten trotzdem an seinem Tagesablauf teilhaben lassen will. Hier ein Beispieltag innerhalb der Woche. Nicht ganz so spannend da ich sehr viel am Rechner sitze.
Time Lapse from April 17th One day at the university from Janusz Leidgens on Vimeo
Spannender ist da vielleicht der naechste Tag. Ein Samstag an dem ich bei Ikea war und mein Zimmer etwas freundlicher gestaltet habe:
TimeLapse from April the 18th from Janusz Leidgens on Vimeo.
Will man allerdings die Bilder einzeln archivieren oder nicht nur im totalen Schnelldurchlauf gucken braucht man sehr viel Zeit oder eine sehr gute Software um diesen Bilderwust sinnvoll zu nutzen. Hier setzt nun der erste Schritt an dem ich gerade arbeite an. Momentan sortiere ich automatisch die Bilder aus dem Tag heraus die Gesichter enthalten. Die Annahme hierbeit ist das die sozialen Kontakte zu vergessen, das schmerzlichste Erlebnis der Patienten. Daher sind die Fotos die Menschen enthalten von besonderem Interesse. Dabei kommen dann solche Ergebnisse heraus:

So weit erstmal zu meiner Masterarbeit und der Uni.
Tags: kanada, masterarbeit, uni
April 25th, 2009 at 13:37
Am ersten Video-Tag in der Uni hast du nur rumgesurft und gelesen, ich habs genau gesehen! ;-)
Viel Spaß und Erfolg und so weiterhin! Im Robocup sind wir übrigens vierter geworden. Von fünfen. Naja… :)
April 25th, 2009 at 17:02
Trotzdem Glueckwunsch…
Ich musste ja alles moegliche an Software fuer den mac zusammen suchen und viel damit ausprobieren
April 29th, 2009 at 15:07
hey,
so kennt man dich!
In zwei Tagen das Buch zur Hälfte durch und die ganze Zeit am Haare drehen.
Das ist bestimmt psychologisch spannend für dich selbst, oder? sonst fällt dir das doch bestimmt gar nicht so auf…