Diesmal geht es wirklich um Kaffee. Und da ich jetzt ein richtig cooler Grosstadtbloger bin schreibe ich diesen Artikel… nein nicht im Starbucks um die Ecke sondern im Linuxcafe in der Harbord Street in Toronto Hier gibt es den Kaffee wenigstens noch im Keramikbecher von denen hier viele nach einem Unikat aussehen. Dazu eine Computerliteraturbibliothek, ein grosser aufblasbarer Tux, gesundes Essen und nette Leute. Zitat:”Normalerweise schliessen wir um fuenf aber meistens kuemmert uns das nicht. Zeit genung noch einen Kaffee zu trinken wir werden dich schon nicht hetzen…” Das war vor zwei Stunden.

The Toronto Linux Cafe

Ein paar Sachen sind ueberall gleich. Wenn jemand in der Uni eine Pause braucht trinkt er meist einen Kaffee. In Deutschland wie auch in Kanada. Und meist ist dies ein sehr kommunikatives Ereignis.
Etwas ist in Kanada allerdings anders und einige der Schuld wuerde ich gerne dem ToGo Kaffeekult zuschreiben. Vielleicht ist meine Gruppe auch nur nicht so kommunikativ wie ich dachte. Allerdings ist dies nicht meine einzige Stichprobe in der ich dieses Verhalten beobachtet habe.

Wenn jemand sich einen Kaffee holt wid rumgefragt ob jemand mitkommen will. Gemeinsam macht man sich dann auf, bestellt,  nimmt sich seinen Kaffee und dann… nachdem man wieder im Labor ist setzt sich jeder vor seinen Computer und trinkt seinen Kaffee. Die Kommunikation beschraenkt sich also auf den reinen Weg zum Kaffeeshop. Fuer mich war eine Kaffeepause immer ein zusammensitzen auf der Galerie in der Uni oder meinetwegen auch im Labor aber mit dem Kaffee einfach weiter zu arbeiten?

Ich habe es trotzdem zu einer beachtlichen Sammlung gebracht und ich vermute wenn die Masterarbeit stressiger wird wird sich die Anzahl noch vergroessern.

Coffee

Ich werde mich aber wohl mal auf die Suche nach einem Thermosbecher machen muessen um diesen Muellstapel nicht weiter wachsen zu lassen.
Naja mir wird langsam kalt hier draussen und eine wirklich gute Antwort auf die Frage was die Kaffeepausenkultur hier in Toronto hat verkommen lassen ist mir nicht wirklich eingefallen vielleicht hat ja einer der Leser eine Idee.

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2 Responses to “Wie der Coffee-ToGo die Kommunikation killt”

  1. David Says:

    Also ich kenne mich mit der Kaffeepausenkultur in Toronto nicht so wirklich aus, muss aber auch in Bielefeld Unterschiede feststellen:

    Es kommt ein wenig drauf an, mit wem und bei was für ner Gelegenheit man Kaffee trinkt. Wenn ich mich mit irgendwem bei Hassan auf der Gallerie treffe, dann steht oder sitzt man da schonmal eine ganze Weile rum. Wenn ich auf M5 mir mal schnell mit irgendwem nen Kaffee aus der Kaffeeküche hole, dann landet man damit auch eher wieder am Schreibtisch, im Labor oder so. Mag auch daran liegen, dass es da in der Nähe dieser Quelle keine adäquaten Sitz- oder Steh-Gelegenheiten gibt, im Gegensatz zur Gallerie…

  2. janusz Says:

    Ja das ist eins der grossen Probleme. Es gibt in dem Gebaeude nicht wirklich viele gute Plaetze um sich gemeinsam angenehm irgendwo hin zu setzen. Nur vor der Kaffeebar zu der wir nicht gehen weil die Snacks da nich so gut sind…

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